Lieber Leser,
am 15.12.17 hatten wir eine Schulung zum Thema Logopädie. Die Logopädin Karin Jansen aus der Mittelstraße erklärte uns die Grundlagen der Logopädie und alles rund um das Heilmittelrezept der Kunden.
Logopäden und Logopädinnen sind darin ausgebildet festzustellen, ob eine Sprach-, Sprech-, Stimm- oder auch Schluckstörung vorliegt und wie sie zu behandeln ist. Die logopädische Therapie muss von einem Arzt verordnet werden (z.B. Kinderarzt, Hausarzt, HNO-Arzt, Phoniater, Neurologe, Kieferorthopäden oder Internist). Es muss vor Beginn einer logopädischen Therapie zunächst eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Hiernach erhält man bei Bedarf ein Rezept. Der Arzt legt die Häufigkeit der Therapie und die Dauer nach den sogenannten „Heilmittelrichtlinien“ fest.

Das Rezept der Logopädie wird immer in DIN A5 ausgestellt und beinhaltet bestimmte Informationen wie z.B.
-die Therapiedauer
-die Verordnungsmenge
-die Therapiefrequenz pro Woche
-den Indikationsschlüssel
-die Therapieziele
-die Begründung der Verordnung (außerhalb des Regelfalles)
-ein Tonaudiogramm

Anhand der logopädischen Diagnose wird dann ein individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten abgestimmtes therapeutisches Konzept entwickelt. Eine logopädische Behandlung besteht in aller Regel aus mehreren Sitzungen, die sich über einen gewissen Zeitraum erstrecken.
Die Logopädie verfügt über verschiedene Behandlungsmethoden, die je nach Art und Ursache der Sprachstörung miteinander kombiniert werden. So werden zum Beispiel die Atmung und die Koordination der verschiedenen Muskeln des Kau- und Stimmapparats durch bewusst langsames Sprechen gezielt trainiert. Ein Spiegel oder auch Tonband- und Videoaufzeichnungen helfen dem Patienten, sich die Vorgänge bewusst zu machen.

Ich fand die Schulung sehr interessant und hilfreich für meine Arbeit in der Sieg Reha.

Viele Grüße

Evelyn