Sechs Stunden täglich verbringen Genesende, die sich für eine wohnortnahe ambulante Rehabilitation entschieden haben, in der Sieg Reha in der Mittelstraße in Hennef. „Beinahe genauso wichtig wie die optimale Behandlung unserer Rehabilitanden, die nach einer Erkrankung mit unterschiedlichen Therapien und Anwendungen wieder fit für Beruf und Alltag gemacht werden, ist deshalb ein angenehmer Aufenthalt in unserem Haus“, weiß Bernd Rademacher, Prokurist der Sieg Reha GmbH, aus langjähriger Erfahrung. Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2001 gehört er zum großen Mitarbeiterstab, seit 2009 als Mitglied in der Geschäftsleitung.

Modernste Standards in allen Bereichen

Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist Ende Oktober der Neubau der Sieg Reha GmbH in der Mittelstraße in Hennef fertiggestellt. Wie aus einem Guss verschmilzt das neue Gebäude mit dem bereits bestehenden Gesundheitszentrum an der Mittelstraße 51. Entstanden ist ein absolutes Novum im Bereich „Ambulante Rehabilitation“ im Rhein-Sieg-Kreis. Auch NRW-weit dürfte es seinesgleichen suchen. Zum ersten Mal werden fünf Indikationen unter einem Dach angeboten: Neurologie, Kardiologie, Psychosomatische und Psychische Erkrankungen, Onkologie und Orthopädie. Die ambulante Rehabilitation ist die Kernaufgabe. Darüber hinaus werden kompetente Leistungen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Prävention angeboten.
Gebaut wurde der Gebäudekomplex nach modernsten Standards. „Wir bieten nicht nur das modernste therapeutische Behandlungsspektrum an, sondern wir sind auch den Sprung mitgegangen, den die Technik in den letzten Jahren nach vorne gemacht hat. Klima und Lüftung sind auf neuestem Stand“, so Rademacher. Am 17. November lädt die Sieg Reha die Öffentlichkeit von 11-17 Uhr ein, die neuen Möglichkeiten am Standort Mittelstraße 49-51 am „Tag der offenen Tür“ kennenzulernen.

„Wir betrachten den Menschen als Ganzes“

Großzügig, hell, modern, klimatisiert und komfortabel präsentieren sich auf vier Etagen die neuen Räumlichkeiten auf 3800 Quadratmetern zusätzlicher Fläche. „Bei der Planung war für uns entscheidend, dass der Neubau und der bestehende Bau in der Mittelstraße durch direkten Zugang der Gebäude zusammenwachsen“, erläutert Bernd Rademacher das Konzept. Auf wesentlich mehr Fläche stehen nun alle Möglichkeiten zur Verfügung, um alle fünf Fachbereiche unter einem Dach anbieten zu können. „Für unsere Gäste ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Komplexes zwischen Neurologie, Kardiologie, Psychosomatische und Psychische Erkrankungen, Onkologie und Orthopädie mit kurzen Wegen ein ganz großer Vorteil, den keine stationäre Rehabilitation in dieser Form anbieten kann. “

Elf festangestellte Fachärzte und Fachärztinnen und ihre Teams kümmern sich darum, dass alle Krankheitsbilder bestens versorgt werden und die Therapien entsprechend ineinander greifen. „Wir betrachten den Menschen als Ganzes, denn die wenigsten, die zu uns kommen, haben nur ein Beschwerdebild. Da hat beispielsweise der Krebspatient psychische Probleme, der Herzpatient leidet zusätzlich vielleicht unter Rückenschmerzen, oder eine Ernährungsberatung ist notwendig. Grundsätzlich reden wir mit den Menschen, die zu uns kommen, auf Augenhöhe. Ihre Wünsche nehmen wir ernst, nur in gemeinsamer, vertrauensvoller Zusammenarbeit lässt sich ein optimales Behandlungsergebnis erreichen. Unser Ziel ist, dass die Kunden und Kundinnen zufrieden nach Hause gehen. Zur Genesung trägt unser freundliches Personal und die Mithilfe aller Mitarbeiter, und somit auch aus den Abteilungen der Verwaltung, des Fahrdienstes und der Reinigung, bei. Das bekommen wir von unseren Gästen widergespiegelt.“

Der neue Gebäudekomplex hat viele Vorteile

Waren es bislang die Bereiche Neurologie, Kardiologie, Psychosomatische und Psychische Erkrankungen, die in der Mittelstraße untergebracht waren, ergänzt seit Anfang August der neue Bereich Onkologie das Angebot. Ab Mitte November vervollständigt die „Ambulante Orthopädie“ das Gesamtpaket. Heilmittel in Form von Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie werden selbstverständlich weiterhin hier angeboten.
Neben den bereits erwähnten bringt der Neubau weitere Vorzüge mit sich. Insgesamt vereinfachen sich durch die räumliche Nähe die Abläufe innerhalb des Hauses. Die gesamte Gestaltung aller Behandlungsbereiche ist großzügiger geworden. Für mehr Komfort sorgen neue Umkleide-, Ruhe- und ansprechende Aufenthaltsräume. Ganz neue Möglichkeiten in der Therapie – ein Gehen ohne Belastung – bietet das neue Anti-schwerkraftlaufband. Eine besondere patentierte Technik entlastet dabei vom Körpergewicht wie in der Schwerelosigkeit.
Neu ist auch das Bistro, das sowohl für hauseigene Gäste als auch für normale Besucher und Besucherinnen kleine Gerichte anbietet. Mit dem Bau der Tiefgarage stehen ausreichende Parkflächen zur Verfügung. Zum selbstverständlichen Service des Hauses gehört der Bus-Fahrdienst für die ambulanten Rehabilitanden. Weil nur noch ein Standort angefahren werden muss, verkürzen sich die Fahrzeiten. Bisher war die „Ambulante Orthopädische Rehabilitation“ dem Standort in der Dickstraße in Hennef angegliedert.

Der Standort Dickstraße in Hennef erweitert sein Angebot um Reha-Sport

„Der Standort Dickstraße bleibt wie gewohnt erhalten, nur die orthopädische Reha wird verlegt“, betont Rademacher. „Auf 1600 Quadratmetern Fläche werden weiterhin Physiotherapie und Ergotherapie auf Heilmittelverordnung sowie das AktivTraining™ angeboten. Durch die Verlegung der orthopädischen Reha sind auch hier deutlich bessere Raumverhältnisse entstanden, sodass wir das Angebot Reha-Sport ausdehnen können.“

Gebündelte Erfahrung ist in die Planung eingeflossen

Ende 2015 hatte die Sieg Reha GmbH sich an die Idee eines solchen Großprojektes gewagt. Um das zukünftige Vorhaben auf einen soliden Unterbau zu stellen, wurden Planungsteams zusammengestellt. Die Aufgabe bestand darin Ärzte, Therapeuten, Mitarbeiter und Verwaltung zu befragen, um deren Erfahrungen in die Planung einfließen zu lassen. Aufgenommen wurden auch die Bewertung der Kunden und ihrer Angehörigen. Dieser gebündelte Erfahrungsschatz war im Rahmen der wirtschaftlichen Vorgaben ein wichtiges Instrument für die Planungen mit dem Bonner Architekturbüro Weirich. Die sorgsame Vorplanung zahlte sich bei Baubeginn im Sommer 2017 aus. „Das Architekturbüro hat außerordentlich gute Arbeit geleistet“, berichtete der Prokurist über die Bauphase. Es sind abgesehen von Regen im letzten Herbst und der Hitze in diesem Sommer keine gravierenden Probleme aufgetreten. Die Bauarbeiter haben mir in der Hitze leidgetan, sie haben es trotzdem geschafft, den Bau ohne Verzögerung fertigzustellen. Die Koordination der Gewerke hat hervorragend funktioniert, vor allem die Rohbaufirma hat ein unglaubliches Tempo vorgelegt. Insgesamt waren 30 bis 40 Firmen beteiligt, überwiegend aus der Region.“

Mit dem passgenauen Programm zurück ins Leben starten

Insgesamt hat die Sieg Reha GmbH im Rhein-Sieg-Kreis sechs Standorte mit ca. 250 Mitarbeitern, an denen die Kunden an ihren vom Arzt diagnostizierten Beschwerden auch berufsbegleitend behandelt werden, um zurück ins Leben zu starten. Das Gesamtunternehmen beruht auf den drei Geschäftsfeldern: ambulante medizinische Rehabilitation, Heilmittel und Selbstzahler. Das Einzugsgebiet ist überregional und reicht über den Rhein-Sieg-Kreis hinaus bis nach Köln, Bonn, ins Bergische Land, in den Westerwald und somit auch nach Rheinland Pfalz. Zur optimalen Versorgung gehört auch die Zusammenarbeit mit überregionalen sowie regionalen gesetzlichen Krankenkassen, mit der Deutschen Rentenversicherung und mit Unfallversicherungen. Auch die umliegenden Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und Ärztinnen und andere Gesundheitsanbieter sind Kooperationspartner. Durch die örtliche Nähe ist, anders als bei stationärer Rehabilitation, der gute Kontakt zu vor- und nachbehandelnden Ärzten sowie zu Operateuren ein grundsätzlicher Vorteil.

Die Sieg Reha GmbH der Zukunft

Die Sieg Reha GmbH hat sich innerhalb von 17 Jahren seit Gründung zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor mit überregionaler Bedeutung für die Stadt Hennef und für die Region entwickelt. Durch den Neubau „Mittelstraße“ entstehen mittel- bis langfristig ca. 40-50 neue Arbeitsplätze. Doch die Vision des Unternehmens geht weiter, so Rademacher: „Unser Herzensanliegen ist es, die Gesundheitsversorgung im Rhein-Sieg-Kreis nachhaltig sicherzustellen. Wir möchten der kompetenteste Gesundheitspartner in der Region zu werden!“

Volker Duester – Stadtmagazin